Stefan arbeitete bei der Berufsrettung Wien und war dort mit Situationen konfrontiert, die die meisten Menschen zum Glück nie erfahren werden: Kinderreanimation, Suizidversuche und schwere Arbeitsunfälle mit lebensgefährlichen Verletzungen.
Doch langfristig waren es nicht die dramatischen Ausnahmeeinsätze, die ihn zum Ausstieg aus der Berufsrettung bewegt haben.
Viel stärker belasteten ihn die ständige Verfügbarkeit, die emotionale Daueranspannung und die vielen Begleiterscheinungen des Alltags im Rettungsdienst, die sich über Jahre angesammelt haben.
Wir sprechen darüber, warum schwarzer Humor im Rettungsdienst oft ein Schutzmechanismus ist, wie Einsatzkräfte emotionale Distanz schaffen und weshalb manche Erfahrungen Menschen länger begleiten als andere.
Außerdem geht es um den frühen Tod seines Vaters, unterschiedliche Formen der Verarbeitung und warum er nach seinem Ausstieg erneut einen Beruf gesucht hat, in dem er Menschen helfen kann. Heute studiert er Gesundheits- und Krankenpflege.
Eine Folge über Belastung, Verantwortung und Entscheidungen unter Druck.