Vier Menschen werden innerhalb kurzer Zeit mit einem Messer schwer verletzt. Der Täter ist auf der Flucht – und niemand weiß, ob der Angriff beendet ist oder der nächste Tatort bereits bevorsteht.

Robert ist seit 20 Jahren bei der Wiener Polizei und seit vielen Jahren in Führungsverantwortung auf der Polizeiinspektion Praterstern. Einer Dienststelle, an der die unterschiedlichsten Lebensrealitäten, Konflikte und Extremsituationen unmittelbar aufeinandertreffen.

Er erzählt von den ersten Jahren im Streifendienst, der Veränderung des Pratersterns und von Einsätzen, in denen innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen getroffen werden müssen. Von einem alkoholisierten Mann, der ihn in den Unterarm biss, und den anschließenden Monaten der Ungewissheit. Von bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppen, Gewalt in Familien und einem schwer verletzten Kind nach einem Fenstersturz.

In der Terrornacht vom 2. November 2020 fährt Robert freiwillig aus seiner Freizeit in den Dienst. Als Zugskommandant übernimmt er Verantwortung für Polizisten, während noch niemand weiß, ob weitere Täter oder Anschlagsziele existieren.

Doch diese Folge handelt nicht nur von Gewalt und Gefahr. Sie handelt auch von Führung, Zusammenhalt und der Fähigkeit, selbst unter enormem Druck ruhig und professionell zu bleiben.

Robert spricht darüber, warum Nachbesprechungen und Peer Support unverzichtbar sind, weshalb auch erfahrene Einsatzkräfte belastet werden können und warum der Satz „Es ist ja nur die Uniform“ für ihn grundlegend falsch ist.

Denn getroffen, beleidigt oder verletzt wird nicht die Uniform.

Getroffen wird immer der Mensch darin.

Hier geht’s zur Folge auf: